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Niedrigwasser-Situation, Alternative …

Werte Kanu-Begeisterte, 

das Wetter war sehr trocken, die Pegel liegen insgesamt auf einem tiefen Niveau, ergiebiger Regen ist auch nicht in Sicht, und das ist nun mal nicht förderlich für den Paddelsport … 
Die normalen Touren auf der Schussen von Kehlen nach Eriskirch oder auch von Oberzell nach Kehlen werden also in absehbarer Zeit so nicht möglich sein. Es sei denn, es gibt zufällig einen Gewitter-Schauer am Tag vor dem entsprechenden Termin, dann geht das vermutlich für 2-3 Tage nach dem Schauertag dann. 

Die Alternative:  
Einwassern in Eriskirch, und dann erst mal gegen die leichte Strömung ein Stück die Schussen hoch. Auf Höhe Mariabrunn dann spätestens umkehren, also die Schussen wieder runter. An Eriskirch vorbei vor bis zur Schussenmündung und den Blick über den Bodensee genießen. Anschließend wieder zurück nach Eriskirch und gut ist´s. Das sind 5,5 Paddelkilometer, die Hälfte davon gegen die leichte Strömung. Das sind zwar 3 km weniger wie von Kehlen nach Eriskirch, aber wer sonst nie paddelt wird danach auch seine Arme und den Schultergürtel spüren und die Sport-Einheit für den Tag abhaken können. Man hat den Fluss vom Wasser aus gesehen und einen schönen Blick auf den See bekommen. Der Wasserstand reicht für diese Unternehmung, die Paddel werden kaum mal den Grund berühren. Insgesamt macht das auch sehr viel Spaß und für die Natur dürfte das die kleinstmögliche Störung gewesen sein … 

Auf dem Bodensee weiter paddeln ist leider nicht möglich, denn der Wasserstand dort ist ebenfalls so niedrig, dass man dafür sehr weit rauspaddeln müsste und auch die Ufer sind über weite Strecken verschlammt, so dass ein Anlanden (z.B. am DLRG-Strand) aktuell nicht möglich ist.

Weiters gibt es viel Meinung und dadurch auch Verwirrung, wie denn nun mit der Niedrigwasser-Situation umzugehen sei. Hier ein paar Fragen und Antworten von mir dazu: 

Darf man denn überhaupt noch?
Dürfen tut man. Es gibt keine sog. Befahrungsregelung für die Schussen und auch keine sog. Allgemeinverfügung dahingehend. Die Ämter und Behörden hätten allerdings gerne so was wie eine freiwillige Selbstbeschränkung. Das würde ihnen Arbeit ersparen und nicht noch mehr Bürokratie produzieren. Das kann man nun so oder so sehen … 

Geht es auch?
Es geht. Bis zu einem Pegel von ca. 30 cm in Gerbertshaus ist das erprobt für die Strecke Kehlen – Eriskirch. Du musst eventuell 1-2 mal aussteigen um wieder genügend Wasser unter das Boot zu bekommen. Das kommt vor allem daher, weil du Anfänger bist und eben noch nicht “Fluss-Lesen” kannst, also verpasst du auch mal das optimale Fahrwasser. Aber wie schon gesagt, diese Untergrenze von ca. 30 cm wird nur überschritten sein, wenn es 1-3 Tage vor dem Termin frisch geregnet hat. 

Warum aber soll man dann aber trotzdem nicht?
Das Argument hierbei ist, dass die Natur insgesamt unter dem Wassermangel leidet. Um nun die “Gesamtbelastung” zu verringern, soll auf das Paddeln verzichtet werden. Ein Nicht-Paddeln führt aber leider auch nicht zu mehr Wasser im Bach … 

Aber bei der Alternative geht die Strecke ja durch das Eriskircher Ried! Darf man das denn?
Die Strecke geht am Eriskircher Ried vorbei und nicht hinein. Hinein darf man nicht und da gibt´s auch nix zu diskutieren. Dran vorbei darf man schon. Man sollte dabei aber in einer Gruppe bleiben und keinen Lärm machen, aber das gilt immer, also auch dann, wenn die Schussen genügend Wasser hat. Zudem paddelt man am linken Schussenufer entlang und hat dadurch Abstand zum Ried, an das du eh nicht ran willst, denn da wohnen die Spinnen und die Schlangen … 😉

Ja soll ich denn nun oder sag ich ab?
Ja, du sollst. Du sollst Kontakt mit der Natur haben und sie sehen und erleben, auch wenn es ihr mal nicht gut geht. Du verhältst dich entsprechend und dein Wunsch, die Natur zu schützen und zu achten verstärkt sich dadurch noch weiter. 

Aber wenn das alles so heikel ist, will ich lieber nicht … 
Dann halt nicht. Du sagst einfach ab, Storno-Kosten entstehen keine. Aber du denkst dran, was du verpasst hast und willst es ein andermal nachholen. Bitte also mich auf dem Laufenden halten, wie ihr es mit eurem Termin halten möchtet. Wie gehabt am liebsten per E-Mail. Danke! 

Termine für Kleingruppen, Paare und Einzelfahrer

Bei folgend angeführten Terminen können Sie sich noch anschließen:

– Samstag, 8.8. Start n.n.

Wir machen Ferien vom 10. – 28.08.2026

Anfragen könnt ihr den Zeitraum dennoch. Mit genügend Vorlauf finde ich ggf. eine Vertretung für mich.

Kennst du deine Heimat ?

Seit 2011 bieten wir Kanufahrten an, vorzugsweise auf unserem Heimatfluss, der Schussen. Dabei setzen wir auf ein sehr niederschwelliges Angebot, welches es einem sehr großen Personenkreis ermöglicht, den Fluss aus der Nähe zu erleben.
Die Boote sind aufblasbare Schlauchkanadier. Diese sind etwas kippstabiler als die herkömmlichen, festen Boote und leichter im Gewicht, was das komplette Handling sehr vereinfacht und so eine stressfreie Aktion ermöglicht. Paddel, Schwimmweste und wasserdichte Packsäcke komplettieren das  Equipment und sorgen für Sicherheit. Wir bringen bis zu 40 Personen pro Tour auf´s Wasser, auf Anfrage ggf. auch mehr.
Bei Bedarf stellen wir eine Begleitung zur Seite, so dass für einen durchgehend reibungsfreien Ablauf gesorgt ist und keiner „hinten rausfällt“.


Schulklassen aufgepasst !!

Wir sind bei „Lernen mit Rückenwind“ gelistet. Die Kanutouren auf der Schussen sind anerkannt zur „sozial-emotionalen Förderung von Schülerinnen und Schülern in Gruppen“. Geeignet für Schüler ab Klasse 7, so mein Erfahrungswert (hochsommerliche Temperaturen und die Tour „Unterlauf“ vorausgesetzt).